Stephan Cezanne

Luther & Co.
Protestantische Profile aus fünf Jahrhunderten

Hannover (epd). Zum Reformationstag hat das Lutherische Verlagshaus in Hannover ein neues Buch mit Kurzporträts protestantischer Denker und Künstler herausgebracht. Unter dem Titel "Luther & Co." stellt der Autor Stephan Cezanne 36 Biografien aus fünf Jahrhunderten vor: von Martin Luther und Johannes Calvin über Johann Sebastian Bach und Friedrich Schleiermacher bis hin zu Helmut Gollwitzer und Dorothee Sölle. Der Journalist und Theologe Cezanne ist Fachredakteur für Theologie und Kirche in der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Frankfurt/Main.

"Der Protestantismus hat der Welt bemerkenswerte Frauen und Männer geschenkt", schreibt Cezanne im Vorwort. Viele hätten ihre Epoche und nachfolgende Generationen geprägt. Das gelte nicht nur für Theologen, sondern auch für evangelische Künstler, Musiker, Philosophen oder Schriftsteller. Vor allem das von Martin Luther und seiner Ehefrau Katharina von Bora begründete evangelische Pfarrhaus habe viele einflussreiche Persönlichkeiten hervorgebracht.

Das Buch beleuchtet neben herausragenden Personen wie Dietrich Bonhoeffer oder Albert Schweitzer auch das schwierige Verhältnis Johann Wolfgang von Goethes zur Religion. Ein eigenes Kapitel ist den Frauen des Protestantismus gewidmet.

Hinweis: Stephan Cezanne: Luther & Co., Protestantische Profile aus 5 Jahrhunderten, Lutherisches Verlagshaus 2011, 160 Seiten, 19,90 Euro
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Mein Patenkind begleiten


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Pressestimmen

Gute Tipps für ein schwieriges Amt

Hannovers Landesbischof Ralf Meister hat das Buch „Mein Patenkind begleiten“ vorgestellt

Von Michael Eberstein

Hannover (EvZ) Besser hätte die Begleitmusik für die Vorstellung des Patenbuchs von Hannovers Landesbischof Ralf Meister gar nicht sein können. In einer Kirchenbank krakeelte fröhlich ein Baby. „Unser jüngstes Gemeindeglied Henrike“, erklärte die gastgebende Pastorin Catharina Uhlmann, „erst am vergangenen Sonntag getauft.“

Das Patenamt, so räumte später Bischof Meister ein, sei „eher schwierig“. Er selbst habe fünf Patenkinder, die es ihm allerdings leicht gemacht hätten, sie zu lebendigen Gemeindegliedern zu machen:  „Vier von ihnen sind Pastorenkinder.“ Und, es sei eine gute Idee gewesen, ein Jahr der Taufe zu begehen. So manches Tauffest– etwa am Meeresstrand – werde nicht so schnell vergessen. Bei jedem Strandbesuch gebe es eine Erinnerung. „Aber wir haben nicht genügend darüber nachgedacht, was ist mit dem Patenamt.“ Meister regte an, einmal im Jahr, vielleicht im August oder September, einen Paten-Gottesdienst zu feiern.

Deshalb habe er in dem Buch „Mein Patenkind begleiten“ ein paar Skizzierungen vorgenommen, was mit dem Patenamt verbunden sei. Er wolle Mut machen, sich dieser Aufgabe zu stellen. Dass es der Gemeinde gar nicht leicht falle, Paten zu begleiten, erklärte Pastorin Uhlmann unter anderem damit, dass sie die Paten oft erst bei der Taufe kennenlerne. Und sie wohnten häufig weit entfernt.

Paten tun sich auch nicht immer leicht, über ihre Aufgabe zu berichten. „Wir haben etliche Absagen bekommen von Menschen, die meinten, das sei zu privat“, berichtete Meister. Dennoch sind in dem Buch zahlreiche mehr oder weniger prominente Autoren mit zum Teil recht persönlichen Gedanken zum Patenamt versammelt.

Pastorin Silvia Mustert, die das Buch redaktionell betreut hat, war nicht wenig überrascht, welche Geschichten sich um die Taufe und das Patenamt ranken. Etwa dass ein Mädchen zehn männliche Vornamen – wenn auch ins Weibliche umgeformt – erhalten habe. Der Vater wollte damit seine Verbundenheit mit seinen Kameraden im Schützengraben ausdrücken. Pastor Reinhard Fiola aus dem Redaktionsteam erklärte, dass mit dem Patenamt keineswegs verbunden sei, dass der Pate im Notfall das Kind aufnehmen und erziehen müsse. Auch seien die Bedingungen, ein Patenamt zu übernehmen, nicht mehr so streng, es gebe viele Ausnahmen.

Fiola wie Bischof Meister räumten ein, „nicht in allen Punkten dem Amt gerecht“ geworden zu sein, aber, so Meister, „die Beziehung zum Kind ist immer ein großes Geschenk.“ Eines seiner Patenkinder sei ein Mädchen, das wenige Monate vor dem Mauerfall in der DDR geboren worden sei. Er und die Eltern hätten seinerzeit die Entscheidung getroffen, obwohl sie glaubten, sich wohl nicht wiedersehen zu können. „Trotzdem war das eine intensive Beziehung – und ist es geblieben.“